Auszug: Es ist nicht immer leicht, im Alltag mit einem Haustier mit Behinderung umzugehen.
Wir haben für Sie einige Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihrem Haustier und sich selbst – je
nach Art der Behinderung – den Alltag möglichst einfach gestalten können.

Ihr Haustier hat Schwierigkeiten beim Hören oder beim Sehen? Unabhängig davon, ob es sich
dabei um eine Alterserscheinung, einen Unfall oder eine angeborene Behinderung handelt:
Wie gehen Sie am besten mit so einer Behinderung um und wie können Sie Ihrem Tier und
sich selbst den Alltag vereinfachen?

Wenn Ihr Haustier taub ist

Genau wie Menschen können auch Hunde und Katzen von Infektionen im Bereich der Ohren
betroffen sein: Mittelohrentzündungen oder parasitäre Infektionskrankheiten können, sofern
diese nicht ordnungsgemäß behandelt werden, im schlimmsten Falle zu einer Taubheit führen.
Darüber hinaus kann auch höheres Alter zu altersbedingten Einschränkungen im
Hörvermögen bis hin zur Taubheit führen. Nicht zuletzt sind auch Fälle von angeborener
Taubheit häufiger als man denkt. Dies gilt sowohl für Hunde als auch für Katzen, wobei Tiere
mit hellem Fell häufiger von diesen angeborenen Behinderungen betroffen sind.
Die Taubheit ist eine Behinderung, mit der ein Tier gut umgehen kann, sofern seine anderen
Sinne gut ausgebildet sind. Nichtdestotrotz kann die Taubheit zu ernsthaften Gefahren für Ihr
Tier führen! So ist das Tier beispielweise folgenden Gefahren besonders ausgesetzt
– Nahende Autos können von dem Tier nicht wahrgenommen werden. Diese Gefahr besteht
vor allem für frei lebende Katzen sowie bei Tieren, bei denen die Taubheit erst relativ spät im
Leben auftritt.
– Unangenehme Augenblicke voller Angst: Ein Zusammenstoß oder ein lauter Knall werden von
einem tauben Tier allein über die daraus resultierenden Erschütterungen wahrgenommen.
Diese können das Tier dann sehr überraschen und beängstigen, insbesondere wenn das
Ereignis außerhalb des Gesichtsfeldes des Tieres aufgetreten ist. In Folge ergreifen viele Tiere
daraufhin die Flucht und haben Panik, was diese wiederum verwundbar für andere Gefahren
macht.
Ein taubes Tier benötigt daher zunächst einmal viel Ruhe und Entspannung. Wichtig ist auch
ein regelmäßiger Kontakt zu den umgebenden Menschen auf visueller sowie den Tastsinn

betreffender Ebene. Hunde springen dabei besonders gut auf eine Kommunikation mit Gesten
an und das Erlernen der entsprechenden Gesten sollte ihnen wenig schwerfallen (andernfalls
lassen Sie sich durch einen speziellen Verhaltenstrainer unterstützen). Bei Katzen sind
hingegen in erster Linie Streicheleinheiten sehr wirksam. Katzen sind dafür nämlich sehr
empfänglich. Und falls Sie Kinder bei sich im Haus haben, noch ein weiterer Tipp: Bringen
Sie Ihren Kindern bei, sich in Anwesenheit des Tieres nicht zu hektisch zu verhalten, da Tiere
mit Behinderung im Vergleich zu gewöhnlichen Tieren mehr Ruhe benötigen. Nicht zuletzt
sollten Sie Ausflüge nach Draußen auf ein Minimum beschränken, insbesondere wenn Sie in
der Stadt oder in der Nähe von großen Straßen wohnen. Wenn Sie nach Draußen gehen, ist es
wiederum wichtig, dass Ihr Tier immer in Ihrer Nähe und bei Fuß bleibt, damit es sich keinen
unnötigen Gefahren aussetzt.

<h2>Wenn Ihr Haustier eine Sehbehinderung hat oder blind ist<h2>
Wie schon bei der Taubheit kann es sich auch hierbei um eine angeborene oder aber
erworbene Behinderung handeln (ausgelöst z.B. durch einen Unfall, eine Krankheit oder ein
nicht behandeltes Augenleiden). Möglich ist dabei auch eine altersbedingte Erkrankung (z.B.
grauer oder grüner Star). In letzterem Fall sind, wie auch schon bei der Taubheit, Tiere mit
hellem Fell häufiger betroffen als Tiere mit dunklem Fell.
Sofern die Blindheit nicht plötzlich im Laufe des Lebens aufgetreten ist, passen sich sowohl
Hunde als auch Katzen in der Regel mit einer unglaublichen Leichtigkeit an die eingetretene
Sehschwäche oder Blindheit an. Selbst wenn die Blindheit im Laufe des Lebens eintritt,
passen sich die Tiere nach einer gewissen Phase der Neuorientierung (während dieser sie auch
schon einmal gegen ein Möbelstück laufen können oder eine gewisse Hilflosigkeit zu
beobachten ist) relativ schnell den veränderten Gegebenheiten an. Aber damit genau dies auch
wirklich gelingt, müssen Sie Ihr Haustier dabei auch bestmöglich unterstützen.
– Haustiere sind gleichzeitig Gewohnheitstiere. Diese kennen Ihr Umfeld perfekt und haben
Ihre Routine: Wenn Sie ein blindes Tier haben, sollten Sie es daher vermeiden, Möbelstücke
nachträglich umzustellen oder die persönlichen Gegenstände (z.B. Napf, Hundekörbchen,
Spielzeug etc.) des Tieres zu verschieben oder durch andere Gegenstände zu ersetzen. Falls
Sie einmal in die Lage kommen, umzuziehen zu müssen, sollten Sie sich auf jeden Fall
ausreichend Zeit nehmen, um mit Ihrem Tier gemeinsam die neue Wohnung zu erkunden,
damit es sich dort genauso gut zurecht findet wie in der alten Wohnung. Nach ein paar
Wochen wird es – dank Ihrer Hilfe – seine ursprüngliche Selbständigkeit wiedererlangt haben.

– Was freilaufende Tiere angeht, kann die Straße wirklich zu einer großen Gefahr für Ihr
blindes oder sehbehindertes Tier werden. So kann eine junge Katze eine Behinderung wie
Taubheit beispielsweise durch ein ausgezeichnetes Sehvermögen kompensieren. Dies gilt
jedoch nicht umgekehrt für sehbehinderte Tiere. Diese können aufgrund Ihrer Behinderung
Entfernungen nicht richtig einschätzen und sind sehr anfällig für Unfälle und Stürze jeglicher
Art. Am besten wäre es daher, das Tier vollständig in einem Innenraum zu halten oder
zumindest in einem abgesicherten, fest umzäunten Garten.
– Aufgrund des fehlenden Sehvermögens werden die anderen Sinnesorgane auch bei Hunden
und Katzen besonders stark ausgebildet und dies gilt insbesondere für das Hörvermögen!
Daher reagieren diese Tiere noch deutlich sensibler auf Lärm sowie plötzliche und laute
Geräusche, die wiederum zu einer panischen oder aggressiven Reaktion führen können.
Versuchen Sie daher, Ihre eigene Ruhe auf Ihren Hund oder Ihre Katze gewissermaßen zu
übertragen.
Tweet: Um mit einem Hund oder einer Katze mit eingeschränkten Seh- oder Hörvermögen zu kommunizieren, ist es am besten, direkt einen der anderen Sinne anzusprechen Klick um zu Tweeten

Ihr Tier ist taub, blind oder hat ein eingeschränktes Sehvermögen? Am besten kann eine
solche Behinderung kompensiert werden, indem die anderen Sinnesorgane noch stärker
als bei einem Tier ohne Behinderung ausgebildet werden. Problem: Die Freiheit, die Sie
Ihrem Tier sicherlich gewähren möchten, kann bei einem Tier mit Behinderung mitunter
zu einer echten Gefahrenquelle werden… Wenn Sie Ihr Tier dennoch nicht zu einem
Leben in Innenräumen zwingen wollen, empfehlen wir Ihnen daher unseren speziell auf
Tiere zugeschnittenen GPS-Tracker Weenect Pets! Mit diesem Gerät wissen Sie jederzeit,
wo sich Ihr Haustier zum aktuellen Zeitpunkt aufhält und sollte Ihr Hund oder Ihre Katze
einmal verloren gehen, können Sie jederzeit deren aktuellen Aufenthaltsort bestimmen.
Damit fühlen Sie sich beruhigt und sicher und diese Sicherheit spürt auch Ihr Hund oder
Ihrer Katze: Ihre Ruhe überträgt sich damit auf Ihr geliebtes Haustier und am Ende haben
alle etwas davon!