Ob Blindenführerhund für Blinde und Sehbehinderte oder Assistenzhund für Menschen mit Behinderungen: Diese speziellen Hunde haben für Ihre Besitzer eine Doppelfunktion: Einerseits begleiten und unterstützen diese Ihre Besitzer bei der Bewältigung aller anfallenden Aufgaben im Alltag – andererseits sind diese nebenbei einfach auch ein klassisches Haustier und gehen damit eine einzigartige Beziehung mit Ihren Besitzern ein. Welche Art der Ausbildung gibt es für diese speziellen Hunde? Was können diese Tiere leisten und welche unterschiedlichen Hunderassen kommen in Frage? Wir beantworten Ihnen alle Fragen zu diesen außergewöhnlichen Begleitern im Alltag.

Blindenführerhunde für Menschen mit Sehbeeinträchtigung

Diese Art von Assistenzhunden ist in der öffentlichen Wahrnehmung sicherlich die Bekannteste und dennoch gibt es sie erst seit gut 100 Jahren! So entstand erst im Jahre 1915 die erste Akademie zu deren Ausbildung – und zwar in Deutschland. Ursprünglich wurden die Hunde dafür ausgebildet, um den Kriegsinvaliden aus dem Ersten Weltkrieg zur Seite zu stehen. In Frankreich hingegen wurde die erste Akademie zur Ausbildung von Assistenzhunden, die sog. „École des chiens guides d’aveugles de Wasquehal“, erst gegen Ende der 50er Jahre eröffnet. Heute gibt es über 10 verschiedene Ausbildungszentren in Frankreich.
Eine erfolgreiche Ausbildung als Assistenzhund beginnt meist schon vor deren eigentlichen Geburt! In der Regel entstammen diese Nachkommen einem einwandfreien familiären Stammbaum und werden meist direkt im Ausbildungszentrum geboren, damit diese so früh wie möglich mit der Ausbildung und dem Training beginnen können. Dadurch werden diese Hunde bereits sehr früh an die Anwesenheit von und den Umgang mit Menschen gewöhnt. Auch die verschiedenen Geräusche des Alltags werden dem Hund schnell bekannt: Autoverkehr, Straßenlärm, Klingeln und Hupen, laute Geräusche, Musik u.v.m. Diese frühe Gewöhnung an den späteren Alltag ist von zentraler Bedeutung für deren Rolle als Assistenzhund – schließlich müssen diese später ganz für Ihren Besitzer da sein und dürfen nicht beim kleinsten Anlass in Panik verfallen!
Mit einem Alter von 2 Monaten wird der Hund dann meist in einer Gastfamilie untergebracht, wo er die Grundsätze der Hundeerziehung verinnerlichen soll (Gehorsamkeit, einfache Befehle etc.) und in ein reguläres Familienleben eingeführt wird. Ab einem Alter von 6 Monaten nimmt der Hund dann regelmäßig an speziellen Trainings im Ausbildungszentrum teil, die ihn später einmal dazu befähigen sollen, die spezifischen Aufgaben eines Assistenzhundes zu erfüllen: Der Fokus dieser Trainings liegt unter anderem in den Bereichen Hindernis-Management (Erkennung von Hindernissen, deren Umgehung, Erkennung von Fußgängerwegen und -überwegen etc.), Verinnerlichung eines spezifischen Wortschatzes (z.B. Richtungsangaben) und Selbstmanagement (in Bezug auf hundetypische Verhaltensweisen). Sollte der Hund den abschließenden Abschlusstest erfolgreich meistern, wird er im Anschluss kostenlos einem Menschen mit Sehbeeinträchtigung anvertraut.

Weitere Arten von Assistenzhunden

Die Einsatzmöglichkeiten sind im Allgemeinen sehr vielfältig: Bei Menschen mit motorischen Störungen ist die Arbeit der Hunde eher technischer Natur, während sie bei Menschen mit psychischen oder geistigen Beeinträchtigungen eher sozialer Natur ist. Für diesen Zweck wurden die Hunde erstmals in den 70er Jahren in den USA eingesetzt, wobei die Ausbildung in der Regel durch unabhängige Verbände sichergestellt wurde. In Frankreich wurde diese Art von Hunden erst 1989 bekannt, als die Vereinigung „Handi’chiens“ sich dem Thema erstmalig annahm.
Wie Blindenführerhunde werden auch andere Arten von Assistenzhunden bereits so früh wie möglich ausgewählt und innerhalb eines mehrere Monate andauernden Aufenthaltes in einer Gastfamilie optimal ausgebildet. Die Inhalte der Ausbildung können dabei sehr vielfältig sein und richten sich nach den bereits vorhandenen Fähigkeiten sowie dem zukünftigen geplanten Einsatzgebiet: Für eine Person mit motorischer Beeinträchtigung sind beispielsweise Tätigkeiten wie das ersatzweise Aufheben, Wegbringen sowie Herholen von Gegenständen oder das Ausführen bestimmter Bewegungen relevant. Bei Personen mit geistigen Einschränkungen oder z.B. Kindern mit Autismus stehen hingegen soziale Interaktionen und soziale Entwicklung im Vordergrund. Assistenzhunde werden nicht zuletzt auch in Altenheimen sowie Einrichtungen zur sozialen Wiedereingliederung eingesetzt, um soziale Bindungen zwischen den Bewohnern und Teilnehmern zu stärken.

Welche Hunderassen eignen sich besonders als Assistenzhund?

Bei Blindenführerhunden sind folgende Hunderassen besonders weit verbreitet: Labrador Retriever, Golden Retriever, Flat coated Retriever, Deutscher Schäferhund und Berner Sennenhund.
Als sonstige Assistenzhunde eignen sich insbesondere der Labrador Retriever und der Golden Retriever.
Diese Hunderassen sind nicht nur für ihre jeweils ausgezeichneten Fähigkeiten, sondern auch für ihre umgängliche Persönlichkeit bekannt. Konkret bedeutet dies, dass die Gefahr, dass ein solcher Hund plötzlich das Weite sucht, recht gering ist – nicht zuletzt auch aufgrund der speziellen Erziehung. Nichtsdestotrotz kann es eine gute Idee sein, auch einen solchen Hund mit einem GPS-Tracker wie Weenect Pets auszustatten. Damit sind Sie garantiert auf der sicheren Seite und müssen sich niemals Sorgen um Ihren unersetzlichen Begleiter machen.
Während des ca. 10-jährigen ununterbrochenen Einsatzes werden Blindenführer- und Assistenzhunde regelmäßig von Ihren Ausbildern überwacht. Danach gehen Assistenzhunde meist in ihre wohlverdiente Rente und verbleiben dabei häufig bei ihrem Besitzer. Gegebenenfalls muss dann über einen Ersatz nachgedacht werden.

Ein Assistenzhund wird im Durchschnitt über eine Dauer von 6 Monaten ausgebildet. Klick um zu Tweeten

 

Autor: Weenect

Weenect, leader de la géolocalisation familiale, propose une gamme de traceurs GPS pour les différents membres de la famille : les enfants, les seniors, les chiens et chats. Ce blog a vocation à aider les familles dans leur vie quotidienne.