Laut einer Umfrage, die 2017 von der französischen Organisation Les Petits Frères des Pauvres und dem Institut CSA durchgeführt wurde, befinden sich 300.000 Menschen ab 60 Jahren in einer Situation des „sozialen Todes“. Mangelnder Kontakt zu Familie, Freunden, Nachbarn oder Vereinen: Wie kann man Senioren helfen, Isolation zu vermeiden?

Umgebung von Senioren

Um Einsamkeit zu vermeiden, sind gute Netzwerke unerlässlich! Unter „Netzwerken“ verstehen wir in erster Linie den Familienkreis: Kinder, Enkelkinder, mehr oder weniger enge Verwandte,“Familie des Herzens“… Es folgen der Freundeskreis, die Nachbarschaft, die sich auf lokale Geschäfte ausdehnen lässt, und schließlich Strukturen wie Freizeitclubs, Vereine etc.
Während es für die enge Familie nicht immer einfach ist, in der Nähe zu sein, können Freunde und Nachbarn Senioren dabei helfen, die Isolation und den Rückzug zu durchbrechen. Die Präsenz von lokalen Geschäften, die zu Fuß erreichbar sind, oder auch ein Markt schaffen ebenfalls Möglichkeiten, um rauszugehen, Leute zu sehen und Bekanntschaften zu schließen!
Allzu oft beschränken sich die Sorgen der Senioren mit der Pensionierung und dem Alter auf den medizinischen Bereich und der Arzt wird zu einer der wenigen Verbindungen mit der Außenwelt; die Umfrage von Les Petits Frères des Pauvres und CSA zeigt, dass die über 60-Jährigen mehr Angst vor Autonomieverlust (59%) oder Krankheit (56%) haben, als davor, alleine zu sein…

Senioren: Wege zur Vermeidung von Isolation

Mit dem Eintritt in den Ruhestand, dem Alter und einigen körperlichen Schwierigkeiten werden die Aktivitäten weniger und es kann sich ein Gefühl der Wertlosigkeit entwickeln. Es ist nicht einfach, sich mit so viel Zeit zurechtzufinden, wenn man sein ganzes Leben lang aktiv war! Vereine sind immer auf der Suche nach Freiwilligen: Hilfe bei der Integration, Alphabetisierung, Freizeitgestaltung, Schulunterstützung, die Felder sind abwechslungsreich und Senioren mit all ihren Erfahrungen werden besonders geschätzt!
Endlich Japanisch lernen? Einer Leidenschaft für das alte Ägypten nachgehen? Mit dem Turnen anfangen? Es ist der richtige Moment, all das zu beginnen, was Ihnen immer Lust gemacht hat, wofür Sie aber nie Zeit hatten. Kurse exklusiv für Senioren (so gibt es keine Neider!) und freie Vorlesungen an Universitäten oder Hochschulen, legen Sie los! Ganz zu schweigen von den Aktivitäten und organisierten Ausflügen, die von Kommunalverbänden für Soziales organisiert werden, und die ebenso eine gute Gelegenheit bieten, sich in netter Gesellschaft zu kultivieren…
Soziale Isolation geht oft mit einem regelrechten digitalen Handicap einher. Die Beschäftigung mit Computern und dem Internet ist nicht nur ein Moment des Austausches und des Teilens (mit der Familie oder innerhalb eines Vereins), sondern ermöglicht Senioren auch, die Türen zu einer neuen Welt zu öffnen und sich das Leben einfacher zu gestalten. Ein echtes digitales Sozialleben zu haben, ist der Wunsch von 7 von 10 Befragten.
Als naher Verwandter eines älteren Menschen auf dem Weg in die Isolation liegt es auch an Ihnen, einzugreifen, auch wenn Sie nicht so präsent sein können, wie Sie es sich wünschen: Kontaktieren Sie die nächsten Nachbarn, die Ladenbesitzer, den Hausarzt, vor allem in kritischen Zeiten: Hitzewelle, extreme Kälte, nach einem Gesundheitsproblem… Bauen Sie auf diese Weise ein vertrauensvolles Netzwerk um Ihren Liebsten auf. Denken Sie auch an die spezifischen Dienste: Viele Vereine bieten Rundgänge von Freiwilligen an, die einsame Menschen besuchen. In Frankreich hat beispielsweise auch die Post ein spezielles Angebot entwickelt.
Es ist nicht immer einfach, die Isolation älterer Menschen zu durchbrechen und für diejenigen, die ihnen nahe stehen und nicht anwesend sein können, ist das ein echtes Problem! Statten Sie die ältere Person mit einem Weenect GPS-Sender aus: ein einfaches, beruhigendes und aufbauendes System, das es ihr ermöglicht, sich bei körperlicher oder seelischer Belastung an seine engsten Vertrauten zu wenden.