Schüchtern, einzelgängerisch, unwohl in der Gesellschaft anderer? Ihr Kind ist nicht das Geselligste und das besorgt Sie. Der Beginn des Schuljahres ist eine Gelegenheit, das Problem anzugehen und ihm zu helfen, auf andere zuzugehen.

Das Kind und das Sozialverhalten

Sozialisierung, der Gral aller Eltern! Schon in jungen Jahren werden unsere Kleinen ermutigt, auf andere zuzugehen und zu teilen: durch Gruppenbetreuung oder häufigen Kontakt mit Gleichaltrigen versuchen wir, sie zu motivieren, sich in eine Gruppe einzufügen. Auf die Gefahr hin, sie entgegen ihrer Natur zu zwingen!

Tatsächlich befindet sich das Kind vor dem Alter von 2 Jahren nicht wirklich im Austausch mit anderen. Egozentrisch interessiert er sich vor allem für sich selbst und… Das ist ganz normal! Respektieren Sie die Stadien seiner Entwicklung.

schüchternes kleines Mädchen versteckt ihre Augen

Der Egozentrismus des Kindes hält mehr oder weniger bis zum Beginn der Jugend an, aber natürlich lernt es ab dem Alter von 3 Jahren und in der Schulzeit, mit anderen zu interagieren und Kontakte zu knüpfen. Erste Freundschaften, erste Konflikte… So offenbart das Kind seine Persönlichkeit. Einige sind introvertierter, schüchterner oder ganz einfach selbstgenügsam: von ihrer Phantasie eingenommen, leiden diese einzelgängerischen Kinder nicht unter ihrer Situation. Das ist ein Charakterzug! Sie müssen also nicht um jeden Preis gezwungen werden, sich beispielsweise über Mannschaftssportarten einer Gruppe anzuschließen: das wird nicht „funktionieren“…

Einige haben Schwierigkeiten, auf andere zuzugehen: Da sie sich durch ihr Äußeres oder ungewöhnliche Interessen unterscheiden, finden sie bei Gleichaltrigen nicht das, wonach sie suchen und leiden darunter. Sie wissen nicht, wie sie sich anpassen sollen, um auf andere zuzugehen und sich zu integrieren: Sie müssen ihnen helfen.

Einfache Regeln anwenden

Ein wenig geselliges Kind respektiert nicht immer die einfachen Regeln des gesellschaftlichen Lebens: Hallo sagen, freundlich sein, höflich sein… Dementsprechend haben die anderen nicht unbedingt Lust, auf dieses Kind zuzugehen! Hier sollte man ihn nochmal daran erinnern: Ihr kleiner Introvertierter muss unbedingt erkennen, dass die Anstrengung auch von ihm und nicht nur von anderen kommen muss.

danke

Wenn gute Umgangsformen erlernt wurden, es aber am Sozialverhalten mangelt, erklären Sie Ihrem Kind, dass man sich in der Gesellschaft nicht entwickeln kann, ohne die „Spielregeln“ einzuhalten: auf andere zugehen, bei einem Spiel oder einer Schularbeit mitzuarbeiten, auf Anfragen zu antworten, gehört zu diesen Regeln und das ist das Verhalten, das von ihm erwartet wird, sowohl von Ihnen selbst als auch von seinen Lehrern, zum Beispiel.

Zu guter Letzt, stärken Sie das Selbstvertrauen Ihres Kindes. Manchmal wird mangelndes Sozialverhalten durch einen physischen Komplex verursacht: zu klein, zu rund, Brillenträger… Kinder sind nicht gerade zärtlich… Wenn Ihr Kind einige Bemerkungen erlitten hat, hat es sich vielleicht zurückgezogen und Kontakte abgelehnt. Bauen Sie es auf, indem Sie ihm wiederholen, dass es einzigartig ist und dass, über das Äußere hinaus, seine Persönlichkeit interessant ist. Bringen Sie ihm auch bei, wie man humorvoll auf Spötter reagiert!

Gemeinsamkeiten entdecken!

Manchmal ist das Kind nicht sehr gesellig, weil es keine Gemeinsamkeiten mit seinen Mitmenschen findet. Robotik, Basteln, Wissenschaft: Um es mit anderen zusammenbringen, die eine Leidenschaft für das gleiche Gebiet wie es selbst haben, seien Sie bei der Auswahl der außerschulischen Aktivitäten sorgsam. Das macht es einfacher, Freunde zu finden!

Außerdem kann es auch etwas verändern, die Zügel bei Ihrem kleinen „Wilden“ ein wenig lockerer zu lassen: Mit mehr Selbständigkeit und Freiheit kann es sich ein wenig mehr öffnen und sich mit anderen zu verstehen. Sie sind besorgt? Statten Sie es mit einem Weenect GPS-Sender aus und lassen Sie es sich auf dem Weg zur Schule oder zum Computerkurs frei bewegen; Sie werden wahrscheinlich überrascht sein, wenn es bald auf dem Weg von einem, zwei, drei Klassenkameraden begleitet wird… Das Sozialverhalten ist auch eine Art zu wachsen.

Drei Jungen kommen von der Schule nach Hause
Gesellig sein oder nicht? Man muss kein „Bandenchef“ sein und die Aufmerksamkeit aller auf sich ziehen: Manche Kinder sind sehr zufrieden mit ihrer (relativen) Einsamkeit und sind einfach introvertiert oder versonnen. Wenn es jedoch unter dieser Situation leidet und diese nicht erwünscht ist, liegt es an Ihnen, es zu ermutigen und ihm beizubringen, wie es akzeptiert wird und seinen Platz findet.