Erster Sprachaufenthalt im Ausland, erste Jugendfreizeit oder erstes Ferienlager: Bestimmt stellen Sie sich die Frage, wie Sie während des Aufenthaltes mit Ihrem Kind in Kontakt bleiben können. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Möglichkeiten vor.

Die verschiedenen Möglichkeiten zur Kommunikation

Ob der Aufenthalt Ihres Kindes von der Schule oder von einer privaten Institution aus organsiert wurde: Es gibt immer eine Möglichkeit, mit Ihrem Kind in Kontakt zu bleiben.
– Mailbox: Hierbei handelt es sich sicherlich um das Älteste und am wenigsten moderne System, aber auch heute wird es noch von vielen geschätzt! Der Leiter oder Betreuer der Freizeit nimmt von den Kindern eine Sprachnachricht auf eine Mailbox auf. Diese kann anschließend von allen Eltern mithilfe einer dafür vorgesehen Telefonnummer abgerufen werden. Die Methode, wenn auch etwas „old school“, hat den großen Vorteil, dass sie für alle gleichermaßen zugänglich ist, unabhängig davon über welche technische Ausstattung die Eltern verfügen. Nachteilig kann jedoch sein, dass es sich um einen einseitigen Kommunikationsweg (vom Kind Richtung Eltern) handelt, ein Gespräch bzw. Dialog zwischen den beiden findet demnach nicht statt.
– Blogs, Facebook- und Youtube-Accounts: Blogs, Seiten und Kanäle in sozialen Netzwerken sind, sofern sie privat und ausreichend geschützt sind, eine gute Möglichkeit, um den Daheimgebliebenen von dem Aufenthalt zu berichten! Vorteil dieses einfachen Kommunikationsweges ist die Möglichkeit, neben reinem Text auch Bilder und Videos posten zu können. Über Facebook ist zudem ein echter Dialog zwischen Eltern und Kind möglich. Voraussetzung für die Nutzung ist jedoch, dass das Kind bereits in einem Alter ist, in dem es Schreiben gelernt hat und sicher mit der Technik umgehen kann.
– Briefe: Den guten alten Brief gibt es auch heute noch! Viele Betreuer und Lehrer schätzen den noch immer sehr lehrreichen Charakter des Briefeschreibens. In einem Brief können alle Erlebnisse bis in die kleinsten Einzelheiten erzählt werden. Der große Vorteil dabei: Die Erinnerungen werden für die Ewigkeit festgehalten… Und dies auf Papier!

Das eigene Handy und seine Auswirkungen

Ihnen erscheinen die oben beschriebenen Kommunikationsmittel vielleicht etwas altmodisch oder ungenügsam? Gut möglich. Dies liegt daran, dass Mobiltelefone heute eine absolute Selbstverständlichkeit geworden sind – und dies von Kindesbeinen an. Nur noch wenige Kinder gehen heute auf einen Auslandsaufenthalt oder in ein Ferienlager, ohne zuvor mit einem eigenen Handy ausgestattet worden zu sein. Doch was soll man davon halten?
Viele Fachkräfte aus dem Freizeitbereich (Animateure, Lehrer, Betreuer) sind der Meinung, dass das mitgebrachte eigene Handy den Kindern und Jugendlichen einen wichtigen Teil der eigentlichen Erfahrung raubt: Das Loslassen von den Eltern, das Gefühl, erstmalig auf sich alleine gestellt zu sein und eben nicht die Möglichkeit zu haben, beim Auftreten eines kleinen Problems gleich wieder den Kontakt zu den Eltern zu suchen: Mal einen Durchhänger haben, sich mit dem Freund oder dem Austauschpartner streiten… All dies sind typische Situationen, die das Kind einmal alleine durchleben sollte. Viele Betreuer beobachten jedoch, dass Kinder, die mit einem Handy ausgestattet sind, dazu neigen, in solchen Situationen sofort Ihre Eltern anzurufen. Konsequenz: Kleine, eigentlich harmlose Zwischenfälle werden vor den Eltern groß aufgebauscht und überbewertet und die Kinder bzw. Jugendlichen lernen nicht, Probleme auch einmal selbst ohne Ihre Eltern zu lösen. Natürlich geht es z.B. bei einem Sprachaufenthalt im Ausland darum, eine Sprache zu lernen. Aber das ist bei Weitem nicht alles. Darüber hinaus geht es nämlich vor allem auch um das Erlernen von Selbstständigkeit.
Natürlich ist es unmöglich, den Einsatz von Handys zu verbieten und auch der Zugang zu einem Handy ist sehr schwierig zu überwachen, insbesondere wenn das Kind in einer Gastfamilie untergebracht ist. Man sollte also schon vor Abfahrt die nötigen Vorkehrungen treffen. Anbei unsere Tipps.
– Statten Sie Ihr Kind nicht mit dem neusten Smartphone-Modell aus, sondern bevorzugen Sie einfache und ältere Modelle
– Entscheiden Sie sich für einen limitierten Tarif, der nach Möglichkeit keine Internetnutzung beinhaltet. Denken Sie daran: Für ein Kind ist es sehr schwierig einzuschätzen, wieviel Minuten es mit seinem Handy telefoniert oder Internet nutzt. Und dies umso mehr, wenn Sie nicht bei ihm sind und die Nutzungsintensität nicht überwachen können
– Verständigen Sie sich vor der Abfahrt genau über die Uhrzeiten und die Häufigkeit von Anrufen und vor allem, aus welchen Gründen Sie ihr Kind anrufen darf.
Der erste Sprachaufenthalt im Ausland oder die erste Fahrt ins Ferienlager ist sowohl für das Kind als auch für die Eltern häufig mit Stress verbunden. Gleichzeitig ist dies für Ihr Kind eine tolle Möglichkeit, für einen beschränkten Zeitraum sein „eigenes Leben“ zu leben und dabei, weit von seinen Eltern entfernt, lernen selbst zurecht zu kommen. Helfen Sie Ihrem Kind dabei, diese Chance gewinnbringend zu nutzen!
Das Handy raubt den Jugendlichen eine der wichtigsten Erfahrungen des Aufenthalts: Das Loslassen von… Klick um zu Tweeten

 

Autor: Weenect

Weenect, leader de la géolocalisation familiale, propose une gamme de traceurs GPS pour les différents membres de la famille : les enfants, les seniors, les chiens et chats. Ce blog a vocation à aider les familles dans leur vie quotidienne.