Kapitel 3

Mikrochipkosten für Hunde und Katzen

In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Überblick über die durchschnittlichen Kosten sowie die Faktoren, die den Endpreis dieser wichtigen Maßnahme beeinflussen können.

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Lesezeit : 3 min

Die Sicherheit unserer Haustiere ist uns allen wichtig, und die Technologie des Mikrochippens bietet eine effektive Lösung, um sicherzustellen, dass wir unsere geliebten Vierbeiner im Falle eines Verlustes wiederfinden können. Doch wie viel kostet es eigentlich, einen Hund oder eine Katze in Deutschland zu chippen?

Themen

Was kostet das Mikrochippen bei Hund und Katze in Deutschland?

Die Kosten für eine tierärztliche Konsultation

Die Kosten für das Einsetzen eines Mikrochips variieren je nach Tierarztpraxis. In Deutschland liegt der Preis für das Mikrochippen eines Hundes oder einer Katze in der Regel zwischen 30 und 60 Euro. Dieser Betrag umfasst die Implantation des Transponders, die Registrierung bei einer offiziellen Registrierungsstelle wie TASSO e.V., sowie die Übermittlung der Daten an eine zentrale Datenbank, etwa ein anerkanntes Haustierregister.

Viele Besitzer ergänzen den Chip durch einen Anhänger am Halsband, der die Kontaktdaten des Besitzers enthält. Doch solche äußerlich sichtbaren Informationen können verloren gehen oder unleserlich werden. Ein RFID-Mikrochip hingegen ist unsichtbar, fälschungssicher und enthält eine eindeutige Transpondernummer, auch als Chipnummer bezeichnet.

Diese Nummer wird bei einer Fundtiermeldung mithilfe eines Lesegeräts ausgelesen. Über ein standardisiertes Formular wird das Tier dann dem korrekten Datensatz im Haustierregister zugeordnet. Entscheidend für die Rückvermittlung ist, dass die Registrierung vollständig und aktuell ist, nur so gelingt die Identifikation bei Verlust oder Notfällen.

Im Gegensatz zu einer Plakette bietet ein Mikrochip eine dauerhafte, automatisierte und zuverlässige Lösung, um ein Tier selbst nach vielen Jahren zweifelsfrei zuzuordnen, unabhängig von äußeren Merkmalen oder Wohnortwechseln.

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Die Vorteile des Mikrochippens und warum einige Besitzer zögern

Ein Besitzer, der seinen Hund in seinem Wohnzimmer hält

Während das Mikrochippen in einigen Ländern wie dem Vereinigten Königreich für Hunde gesetzlich vorgeschrieben ist, dient es überall als wichtige Sicherheitsmaßnahme. Ein Chip-Implantat wird dauerhaft unter die Haut des Tieres eingesetzt und verbindet die eindeutige Identifikationsnummer mit den Kontaktdaten des Besitzers.

Dennoch zögern einige Besitzer, ihre Haustiere chippen zu lassen, häufig aus finanziellen Gründen oder wegen Missverständnissen über mögliche Auswirkungen. Einige befürchten, dass das Implantat Schmerzen verursacht, oder mit Injektionen, Blutabnahmen oder gar einer dauerhaften Einschränkung der Bewegungsfreiheit vergleichbar ist. Tatsächlich sind Komplikationen wie lokale Schwellungen, Entzündungen oder Reaktionen an der Einstichstelle nach dem Einsetzen selten, aber möglich. Diese treten meist nur auf, wenn das Implantat nicht sachgemäß gesetzt wurde oder das Tier empfindlich reagiert.

Wichtig ist, dass das Mikrochippen von geschultem Fachpersonal durchgeführt wird, idealerweise im Rahmen eines Routinechecks beim Tierarzt. So wird das Risiko minimiert und die Sicherheit des Tieres gewährleistet.

Mikrochips dienen letztlich dem Schutz aller Haustiere, unabhängig von ihrer Herkunft oder Rasse, und erhöhen die Chancen, entlaufene Tiere schnell zu identifizieren und zurückzubringen.

Kostenüberblick und gesetzliche Anforderungen

Ein Hund beim Tierarzt während der Mikrochipinjizierung

In Deutschland müssen Tierbesitzer keine bundesweit einheitliche Kennzeichnungspflicht oder Registrierungspflicht für das Mikrochippen ihrer Haustiere beachten, es sei denn, sie planen Reisen innerhalb der EU. In diesem Fall ist ein Mikrochip gemäß ISO-Norm 11784 bzw. ISO-Norm 11785 Voraussetzung für die Ausstellung eines EU-Heimtierausweises oder Haustierpasses.

Einige Bundesländer schreiben das Chippen jedoch vor, etwa für Freigänger-Katzen, bei denen zusätzlich eine Kastrationspflicht bestehen kann, oder bei als gefährlich eingestuften Hunderassen, den sogenannten Listenhunden. Auch im Zusammenhang mit kommunalen Vorschriften kann die Kennzeichnung über einen Transponder oder eine Tätowierung verpflichtend sein.

Die einmaligen Kosten für das Mikrochippen sind eine nachhaltige Investition in die Sicherheit Ihres Haustieres, da Mikrochips für eine Betriebsdauer von bis zu 25 Jahren ausgelegt sind. Wichtig ist, dass nach der Implantation auch die Registrierung im Haustierregister erfolgt, um im Verlustfall eine schnelle Rückvermittlung zu ermöglichen.

Einige Tierheime, Tierärzte und Wohltätigkeitsorganisationen bieten regelmäßig Sonderaktionen oder sogar kostenlose Mikrochipping-Services an. Es lohnt sich, in Ihrem Bundesland nach solchen Angeboten Ausschau zu halten, gerade bei mehreren Tieren oder in Verbindung mit Impfungen und Routineuntersuchungen.

Schlussfolgerung

Obwohl es möglich ist, einen Durchschnittspreis für die Implantation eines Mikrochips anzugeben, ist der genaue Preis oft von verschiedenen Faktoren abhängig und kann je nach Region variieren. Die eigentliche Implantation erfolgt meist im Nackenbereich, manchmal leicht seitlich an der linken Schulter, mithilfe einer sterilen Kanüle und einer speziellen Spritze. Der RFID-Mikrochip, auch Transponder genannt, wird dabei unter die Haut gesetzt. Er besteht aus anti-allergenem Material und ist kaum größer als ein Reiskorn.

Die eindeutige Mikrochipnummer kann später über ein standardisiertes Lesegerät ausgelesen werden und wird mit einem Haustierregister wie TASSO verknüpft. Es empfiehlt sich, die Gebühren des Tierarztes zu prüfen oder einen Kostenvoranschlag anzufordern, um eine genauere Vorstellung von den anfallenden Kosten zu bekommen.

Wenn Fragen offen bleiben, zögern Sie nicht, diese mit Ihrem Tierarzt zu besprechen. Denn neben der medizinischen Versorgung des Tieres gehört es auch zu den Aufgaben des Tierarztes, den Besitzer umfassend zu beraten.

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Dieser Artikel ist Teil eines vollständigen Leitfadens zu diesem Thema. Verpassen Sie nicht die nächsten Kapitel.

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